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Pskower kreml

Einst steile und jetzt alt gewordene Felsen. Die mit Moos bedeckten, hinfälligen Kalksteinplatten. In uralten Zeiten kamen hierher die Slawen-Kri-witschi. Sie benannten diesen Hügel Krom und begannen ihre Siedlung zu bauen.

Schon in der zweiten Hälfte des XIII. Jahrhunderts verwandelte sich diese Siedlung in eine Stadt, die den Namen Pleskow bekam. Um die Mitte des XIII. Jahrhunderts waren ihre Holzwände völlig durch Mauern ersetzt.

Vom Eckturm des Kremls, an Stelle des Zusammenflusses der Pskowa mit der Welikaja baut maneine Mauer, die mit massivem Ploskaja-Turm und am gegenüberliegenden Ufer mit YVyssokaja-oder Woskressenskaja-Turm endet. Diese Türme gingen in eine originelle Befestigungsanlage ein. Zwischen ihnen befand sich eine Ilolzwand, die den Fluß trennte und zwei Toren für Pskows Wasser hatte. Das war der Eingang in den Binnenhafen der Stadt. Im Falle des Uberfalls wurde er durch die heruntergelassenen Gitter aus den mit Eisen beschlagenen Eichenklötzen gesperrt. Hieraus folgt der Name der jetzigen Wand "Die Unteren Gitter". Früher gab es auch die Oberen Gitter, die 1517 aus dem Holz errichtet und 1525—152G laut Befehl aus Moskau in steinerne Gitter umgebaut wurden. Zwölfmeterhohe Kremlmauern machten einen großartigen Eindruck, besonders im Gegensatz zu den kleinen Wohnbauten der Stadt selbst. Darauf führten Stein-und Holztreppen. Vier Meter breite Wand war sehr bequem für verschiedene Verteidigungsmanöver.

Zur Zeit Peters des Ersten werden die Befestigungen der Stadt umgebaut. Neben den alten Wänden und Türmen werden riesige Erdwälle geschüttet, die alle Hebeanlagen zusperren und die ursprüngliche Höhe der Mauern bedeutend kürzen. Um diese Zeit verliert Pskov seine ehemalige Bedeutung eines Handelszentrums. Im Jahre 1810 brach hier eine starke Epidemie der Seuche aus. Wegen der Brände und des Massensterbens wurde die Stadt entvölkert.

Die Restaurationsarbeiten der letzten Jahre führten zur zweiten Geburt des Pskower Kremls. Gegenwärtig sieht der Kreml so aus, wie vor dreihundert Jahren.

Nach der berühmten Schlacht am Tschudskoje-Sce schließt sich an dem Kreml noch eine mit Wänden umgebene Befestigung — die Stadt Dowmont an. Schon im XII. Jahrhundert wurde hierher der Fürstenhof aus dem Kreml hinübergebracht. Obwohl Dowmont eine kleine Fläche—etwa ein Hektar

einnahm, wurde es zum Zentrum des Geschäftslebens von Pskov. Allmählich verliert der Kreml seine frühere Bedeutung und wird zu einem Symbol, einem Heiligtum. In seinen Wänden geschahen die Ereignisse, die die Teilnahme aller Bürger forderten und das Schicksal Pskows vorausbestimmten.

Es genügte, das Tor, das aus der Stadt Dowmont zum Kreml führte, zu überschreiten, und an Stelle der bunten Bauten, des lauten Redens der Menschenhaufen trat feierliche Weite des Thingplatzes.

Eine große Rolle spielten in der Volksversammlung Pskows einfache Leute — Handwerker und Kleinhändler. Mit Interesse nahmen sie daran teil.

Uber der Kremlmauer erhob sich der Troizkaja — Glockenturm, auf dem die berühmte Pskower Glocke hing. Diese Glocke rief das Volk zur Versammlung, zur Verteidigung der Stadt, zum Kampf gegen den Feind, zu Feierlichkeiten zusammen. Im April 1242 verkündete sie die siegreiche Rückkehr der Nowgoroder und Pskower Krieger nach der Eisschlacht. Zum letzten Mal läutete die Glocke im Jahre 1510, als Pskow sich von seinen Freiheiten verabschiedete und in den Moskauer Staat eintrat. Nachdem die Glocke abgenommen worden war, verschwand auch der unnötig gewordene Glockenturm.

Aui dem Thingplatz befand sich die Troizki-Ka-thedrale und das Gebäude des sogenannten "Flurs". Im Flur fanden die Sitzungen des Regierungsrates statt. In diesem Gebäude befand sich die Kanzlei der Volksversammlung, der Staatsschatz und das Archiv, das man "Truhe" nannte. Nördlich von der Kathedrale lagen Proviantmagazine der Stadt. In Speichern, Kornkammern und Kellern waren Pulver, Kugeln, Waffe, Vorrat an Lebensmitteln und Kleidung aufbewahrt. Sie wurden besonders streng bewacht. Es gab sogar spezielle böse Hunde. Jeder Diebstahl im nördlichen Teil des Kremls wurde mit dem Tode bestraft.

Jedes Ereignis, das im Kreml geschah, war mit der Troizkaja-Kathedrale verbunden. In ihren Nebengebäuden empfing man ausländische Botschafter, im Erdgeschoß wurden Fürsten begraben.

Die Kathedrale unterscheidet sich wesentlich von den typischen Denkmälern der Pskower Baukunst durch ihre Dimensionen, Formen und Bautechnik. Sie wurde nach Zeichnungen gebaut, die aus Moskau geschickt wurden. Im Gegensatz zu den Entwürfen der Tempel, die durch die Hauptstadt damals verbreitet wurden, hat die Pskower Kathedrale sehr schlicht bearbeitete Fassaden. Die Bauarbeiter versuchten die überflüssigen Details zu vermeiden.

Mit Einfassungen waren nur die Fenster im Erdgeschoß geschmückt. Der Unterbau der Kathedrale wurde mit offenen Seitenhallen umringt, die dem Gebäude Leichtheit verliehen. Eine schmucke Frei-treppe führte vom Platz in die Kirche.

Das Innere der Kathedrale überrascht uns durch Überfluß an gedämpftem Licht, das aus hohen Fenstern und aus den Kuppeltrommelöffnungen strömt. Die Weiße der Wände bildet einen effektvollen Kontrast zum Strom der an der Bildwand funkelnden goldenen Spritzer. Verschiedene Pflan-zenformen (Blätter, Sprößlinge, Weintrauben) bilden ein kompliziertes Ornament, es verdirbt aber nicht die Gesamtkomposition der Ikonostisis.

Die Phantasie der Pskower Holzschneider ist unerschöpflich. Wir sehen an den Wänden der Kathedrale ein wahres Fest. Das ganze Ansemble des Schnitzwerks und der Malerei gehört zum XVII. Jahrhundert. Es erinnert uns an die seltene Kunst der Schmiede, die ein wunderbares eisernes Gitter gemacht haben, das die Kathedrale von der Vorhalle abtrennt, und an das kupferne Weihrauchfaß, das unter der Mittelkuppel des Tempels hängt. Man muß auch andere Denkmäler der Pskower Kunst erwähnen, die in der Troizki-Kathedrale aufbewahrt werden, und besonders die Heiligenbilder der Tschirskaja Mutter Gottes mit Zeichen kleinen Darstellungen des Heiligenbildes Wsewolods, der das Modell der Kathedrale in der Hand hält. Diese strengen und bedeutenden Gestalten sind sehr kennzeichnend für die Pskower Schule in der uralten Kunst.

Die Vergangenheit Pskows, der freie Geist seiner Geschichte leben weiter in seinen Denkmälern. Sein Kreml kann sehr viel den Nachkommen er zählen.